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  Der Hund - in Franken
  Vom Hund - Gesundheit
 
 
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Folgende Tipps beruhen auf eigenen Erfahrungen.

Sie ersetzen keinesfalls den Rat des Tierarztes!

 
Thema Bemerkung
Augen

Augensekret und getrocknete Tränenflüssigkeiten kommen immer wieder vor und werden bei Welpen mit lauwarmen Wasser und einem Wattepad gelöst und abgewischt.

Meine 2-Beinerin putzt mir manchmal die Augen mit speziellen Augentüchern aus.

Verfärbungen auf dem Fell können mit Wattepad und einer 3%-igen Waserstoffperoxid-Lösung (Apotheke) weggeputzt werden.

Wenn die Augen rot oder entzündet sind, muss unbedingt der Tierarzt ran.

Babesiose siehe "Hundemalaria"
Bewegung Mit Welpen sollten nicht länger als 1/2-stündige Spaziergänge unternommen werden. Sie schlafen noch viel. Bewegung geht auf die Gelenke und die sollten in der Wachstumsphase nicht übermäßig belastet werden. Der Welpe zeigt nicht an, wann es ihm zu viel ist. Er will schließlich bei dem ganzen Spaß mithalten.
Darmerkrankung

Es mehren sich z.Zt. die Fälle der bedrohlichen Darmerkrankung bei Hunden, die durch den Einzeller Giardien hervorgerufen wird.

Symptome: plötzliches mehrmals tägliches Erbrechen und blutiger Durchfall.

Beim Auftreten dieser Symptome sofort zum Tierarzt!

Die Krankheitserreger sind im Kot der betroffenen Tiere.

Auch Menschen können sich anstecken!

Ursprung: Bakterien-Einfuhr durch Fernreisen und durch Importhunde. Infizieren können sich Hunde beim Trinken aus einer Pfütze oder einem Tümpel.

Behandlung: Medikament (Wirkstoff: Febendazol, bevorzugtes Mittel: Panacur) ), Diätfutter und Hygiene!

Dirofilariose Herzwurmkrankheit. Vorkommen: hauptsächlich Mittelmeerraum (betroffen sind also Urlauber- und Importhunde). Dirofilariose wird übertragen durch Stechmücken (Culiziden). Herzwürmer können bis 20cm lang werden und sitzen in den Lungenarterien und dem rechten Teil des Herzens. Unbehandelt führen sie zum Tod des Hundes.
Durchfall oder Übelkeit

Wenn dem Hund mal so richtig übel ist, wird er auf Quark-Reis-Diät gesetzt. Da bekommt er dann mehrmals am Tag gekochten "normalen" Reis gemischt mit fettem Quark oder mit Hüttenkäse - und sonst nichts.

Spätestens nach 3 Tagen geht es ihm dann besser und er bekommt langsam wieder sein normales Futter.

Durchfall und Übelkeit (ohne Ende)

sofort zum Arzt! Auch wenn es mitten in der Nacht ist: evtl. Tierklinik! Dort wird der Hund sofort an den Tropf gehängt.

Dann auch Quark-Reis-Diät. Ursache kann vieles sein: geht bei Erkältung los bis hin zu Vergiftung.

Bei so einem Verdacht auch sofort zum Arzt!

Ehrlichiose

Vorkommen: mittlerweile auch in Deutschland. Ehrlichiose wird übertragen durch die braune Hundezecke (bakterieählicher Erreger) und vermindert die Blutblättchen. Symptome: Blutungen, Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Schlappheit, Vergrößerung der Lymphknoten. Nachweis: Antikörper.

Auch hier helfen vorsorglich die Spot-On-Produkte (siehe "Zecken")

Fahrradfahren sollte erst begonnen werden, wenn der Junghund 1 Jahr alt ist. Auch hier gilt: der Hund zeigt nicht an, wann es ihm zu viel ist, schließlich will er mithalten!
Flöhe siehe "Zecken"
Hundemalaria

(Babesiose). Vorkommen: mittlerweile auch in Deutschland! Hundemalaria wird durch die Auwald-Zecke (Dermacentor) übertragen. Bei rechtzeitigem Erkennen ist sie gut therapierbar.

Verlauf nach dem Zeckenbiß: Hund ist schlapp, frißt nicht mehr, Gelbsucht, Blutarmut, Hund stirbt. Nachweis: Antikörpertest

Kastraktion

Operatives Entfernen der Eierstöcke bzw. der Hoden. Neben der Vermeidung von Nachwuchs werden Hündinnen auch nicht mehr läufig. Neben den positiven Ergebnissen, dass hormonbedingte Erkrankungen weniger auftreten können, kann es allerdings zu Fellveränderungen und Inkontinenz kommen. (siehe auch Sterilisation)

Man sagt: Rüden behalten ihr Verhalten das sie bei der Kastraktion hatten ihr Leben lang bei. Wenn sie also kastriert wurden, weil sie eine läufige Hündin verfolgten, dann werden sie immer läufigen Hündinnen nachlaufen. Ich habe noch keinen Rüden kennengelernt, der nach der Kastraktion ruhiger geworden ist - eher das Gegenteil (einer z.Bsp. beißt seitdem 2-Beiner)

Für die Kastraktion spricht immer die Gefahr dass die Gesundheit des Hundes beeinträchtigt ist, z. Bsp. die Gefahr des Gebärmutterkrebses bei Hündinnen oder hohe Scheinträchtigkeit (Milchproduktion) oder auch große Zerstörungswut, die sich durch Medikamente nicht im Griff kriegen läßt. Bei Rüden spricht neben gesundheitlichen Problemen (die allerdings seltener sind als bei Hündinnen) für die Kastraktion wenn viele Hündinnen in seiner Umgebung sind.  Wenn er darauf mit Futterverweigerung reagiert, immer mehr abmagert und nur noch auf Achse ist, sollte die Kastraktion überlegt werden.

Läufigkeit

Eine Hündin wird durchschnittlich alle 6 Monate läufig. Das erste Mal zwischen dem 6. und dem 18. Monat. Ich war das erste Mal genau nach 6 Monaten läufig. Anschließend hat sich das eingependelt auf 5,5 Monate.

Der Beginn der Läufigkeit wird gleichgesetzt mit dem Beginn der Blutung. Eine Hündin verliert tröpfchenweise Blut. Durch andauerndes Lecken an der Scheide hält sich die Hündin sauber.

Trotzdem gibt es für zu Hause Höschen mit Einlagen.

Die Schamlippen sind stark vergrößert (geschwollen).

Schon Wochen vor der Läufigkeit markiert die Hündin mit "duftendem" Harn um Rüden auf sich aufmerksam zu machen.

In den ersten Tagen (durchschnittlich 9, kann variieren von 3 bis 17 Tagen) beißt die Hündin noch den Rüden weg. Die Brunst dauert dann durchschnittlich 5 Tage (kann variieren von 3-21 Tagen). Die Hündin läßt in dieser Zeit den Deckakt zu. Meistens hat in dieser  Zeit die Blutung nachgelassen.

Abschließend folgen nochmal einige blutige Tage zur Rückbildung der vergrößerten Schamlippen.

Die Läufigkeit dauert durchschnittlich 21 Tage.

Leishmaniose

Vorkommen: mittlerweile auch in Deutschland! Leishmaniose wird übertragen durch die Schmetterlings- oder Sandmücke (Der Stich ist auch für den Menschen gefährlich!). Leishmaniose schädigt das Knochenmark, Nieren Milz, Leber und Lympfknoten. Die Krankheit ist chronisch; unbehandelt führt sie zum Tod!

Zur Vorsorge helfen hier auch die sog. Spot-On Produkte (wie "ExSpot®") siehe "Zecken"! Nachweis: Blutuntersuchung

Pfoten

sind sehr empfindlich. Pfoten können wund werden:

im Winter durch Salzstreuung oder Bildung von Eisklumpen zwischen den Zehen.

im Frühjahr/Sommer durch die Gülle, die jetzt auf Felder und Wiesen ausgebracht wird. Gülle ist extrem ätzend.

im Herbst auch durch Überreste von Getreide, die in den Pfoten steckenbleiben und schwer zu finden sind.

Nach Spaziergängen werden meine Pfoten immer (nach Möglichkeit mit Wasser) gesäubert. Vorbeugend erhalte ich manchmal abends eine Fusspflege: eincremen mit normaler Vaseline (Melkfett eignet sich auch). Damit ich die Creme nicht abschlecke, werden Kindersocken darübergezogen.

Scheinträchtigkeit

Viele Hündinnen haben mehr oder weniger mit der Scheinträchtigkeit zu kämpfen. Manche Hündinnen fressen während dieser Zeit kaum. Die Scheinträchtigkeit beginnt ca. 6-8 Wochen nach der Läufigkeit. Bei der Scheinträchtigkeit sind 2 Aspekte zu beachten. Zum einen ist die Hündin jetzt kopfmäßig auf Welpen eingestellt. Sie stellt die verrücktesten Dinge an und neigt auch zu Zerstörungswut. Alles was die Hündin jetzt als Welpenersatz sieht: wegräumen. Evtl der Hündin eine alte Decke geben, die sie zerreißen darf! (Ich kenne Hündinnen, die zerstören ganze Matratzen). Es gibt homöopathische Mittel gegen diese Kopfgeschichten oder Hilfe vom Tierarzt.

Zum Anderen produzieren viele Hündinnen jetzt Milch: auf keinen Fall daran "rumdrücken". Die Hündin hindern daran "rumzuschlecken".  Das funktioniert z.Bsp. in dem Sie ihr einen alten Pullover / T-Shirt zu Hause "anziehen". Das Beste ist mit ihr rausgehen und für Ablenkung sorgen.

Wenn die Milchproduktion zu heftig ist, muss der Tierarzt ran!

Sterilisation operatives Durchtrennen der Eileiter bzw. der Samenstränge vermeidet Nachwuchs. Hündinnen werden aber trotzdem läufig und auch Rüden werden weiterhin den Hündinnen nachstellen. (im Gegensatz zur Kastraktion)
Tierarztgebühren 14.8.08: Tierarztgebühren werden seit 9 Jahren erstmals wieder teurer! Mit den zusätzlichen Geldern werden neue Untersuchungsverfahren finanziert.
Tollwut

9.6.08: Nach jahrelangen Masseimpfungen von Füchsen ist Deutschland erstmals tollwutfrei. Im Mai 2008 wurden zum letzten Mal Impfköder ausgelegt um die Virusinfektion zu bekämpfen. Deutschland erfülle damit erstmals die Internationalen Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit, die tollwutfreie Länder definieren.

Trotzdem muss der Hund gegen Tollwut geimpft sein. Was spricht dafür?

Sie verreisen mit dem Hund in andere Länder? Sie treffen in Deutschland auf Hunde aus anderen Ländern? Das können Ausstellungen sein, aber auch wenn Sie in der Stadt auf einen anderen Hund treffen: ein Touristenhund, ein Hund der aus einem Nachbarland "eingewandert wurde" u.ä.

Die Impfung wird mittlerweile 2-3 jährig in Deutschland wiederholt. Achten Sie bei Reisen in fremde Länder darauf, dass oft eine jährliche Impfung Vorschrift ist! Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber!

Treppensteigen sollte in den ersten 6 Monaten vermieden werden. Die Wirbelsäule befindet sich auch noch im Wachstum und kann durch zu viel Belastung geschädigt werden.
Wachstum In den ersten 6 Monaten wachsen die Welpen am schnellsten. Mit ca. 1 Jahr ist der Hund ausgewachsen. Jetzt wird er kräftiger (geht also nicht mehr in die Höhe, sondern in die Breite)
Würmer

Tierärzte raten alle 3 Monate zum Entwurmen.

Für das regelmäßige Entwurmen sprechen vor allem folgende Faktoren:

Hund hat Kontakt mit Katzen, die häufig draussen sind und Mäuse verzehren;

Hund "liebt" Pferdehaufen oder Hinterlassenschaften anderer Tiere (oder 2-Beiner);

Hund läuft häufig unbeaufsichtigt draußen herum;

Zecken / Flöhe

Hunde sollten vom Frühjahr bis zum Herbst vor Zecken geschützt werden. Bedrohung gibt es durch Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Hundemalaria (Babesiose).

Gegen Zecken gibt es alles mögliche auf dem Markt. Am besten helfen sog. Spot-On-Produkte vom Tierarzt (oder aus der Apotheke). Die haben Zweifachwirkung: Sie wirken  abschreckend: Zecken, Mücken und Flöhe werden abgschreckt und stechen somit nicht zu. Zusätzlich werden Zecken abgetötet, sollten sie doch zustechen.Bei einem Spot-on-Produkt handelt es sich um ein Öl, das monatlich aufgetragen wird. Die Hälfte im Nacken und der Rest am Schwanzansatz. Nur am Tag des Drauftuns ist Wasser tabu (also Regen, Schnee und Wasserspiele), sonst wird das Mittel wieder runtergewaschen.

Es gibt verschiedene Hersteller, z.Bsp. "Ex-Spot®" oder "Frontline®". Bei dem einen Hund wikt das eine Mittel, bei dem anderen das andere! Es muss ausprobiert werden, welcher Wirkstoff Ihrem Hund hilft..

Zeckenschutzimpfungen sind umstritten. Die Impfung muss jedes Jahr erfolgen und das Serum deckt nicht viele Zeckenarten ab. Es kommt aus den USA und da gibt es andere Zeckenarten als bei uns. Zusätzlich haben sich bei uns "neue" Zeckenarten (aus dem Mittelmeerraum kommend) verbreitet, gegen die es noch kein Serum gibt.

 
 
 
     
 

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